SAVO (System zur automatisierten Verlinkung autonomer Onlineauftritte)

Im Zuge der Einführung des ProstSchG (Prostituiertenschutzgesetz) und der damit resultierenden Prüfungen und Anpassungen der geschäftlichen Abläufe werden vermehrt Betreiber im Erotikgewerbe von ihren Anwälten und Steuerberatern darauf hingewiesen, dass von Werbung für die erotischen Dienstleistungen der in ihren Räumlichkeiten tätigen Sexarbeiter/innen abzuraten ist. Der Grund: Aus behördlicher Sicht kann durch die Einbindung von deren Daten auf der eigenen Website fälschlicherweise der Eindruck entstehen, dass ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis besteht. Ebenso problematisch kann sich die behördliche Auslegung auswirken, dass die Sexarbeiter/innen als Subunternehmer/innen angesehen werden und der/die Betreiber/in der Erotikadresse somit unter Umständen für deren Umsatzsteuer haftbar gemacht werden kann (Umsatzsteuerhinzurechnung).

Die Folge: Allgemeine Verunsicherung auf allen Seiten, keine Werbung der Sexarbeiter/innen, und sogar Offlinestellungen von Webseiten.

    Wie können wir unseren Kunden helfen?

    Wir stellen eine Schnittstelle zur Verfügung die das Einbinden von eigenen, automatisch generierten Webseiten der Sexarbeiter/innen auf dem Onlineauftritt des Betreibers / der Betreiberin möglich macht. Diese Einbindung erfolgt aus der Perspektive des Betreibers / der Betreiberin der Adresse passiv und ausschließlich über eine exakte örtliche Zuordnung basierend auf unserer umfangreichen Erotik-Adressen-Datenbank. Dementsprechend nennt sich das Verfahren "System zur automatisierten Verlinkung autonomer Onlineauftritte (SAVO)".

    Wie funktioniert SAVO?
    Bei SAVO schaltet der Betreiber / die Betreiberin aktiv keine Werbung für die in seinen / ihren Räumlichkeiten tätigen Sexarbeiter/innen.
    Er / Sie bietet stattdessen eine Art Plattform, auf der deren Webseiten verlinkt werden können.
    Was muss der/die Sexarbeiter/in tun?

    Der/die Sexarbeiter/in schaltet regulär Anzeigen auf Ladies.de durch den zugeteilten Kundenbetreuer, der auf Wunsch auch in dessen Muttersprache betreut.

    Bei der Schaltung der Ladies.de Anzeige kann der/die Sexarbeiter/in entscheiden, ob außerdem eine eigene, aus den Inhalten der Anzeige, automatisch generierte Webseite erstellt werden soll. Dies ist die Voraussetzung um zusätzlich per SAVO auf der Webseite des Betreibers / der Betreiberin, in dessen / deren Räumlichkeiten er/sie aktuell tätig ist, zu erscheinen. Sofern dieser / diese das SAVO auf seiner / ihrer Webseite ermöglicht.

    Die Zuordnung erfolgt ausschließlich aufgrund der exakten Adresse.

    Vorteile von SAVO

    Für Sexarbeiter/innen:

    • Mehr Reichweite der Werbung durch zusätzliche Kanäle.
    • Kontrolle der Werbung durch den/die Sexarbeiter/in selbst. Er/Sie kann jederzeit entscheiden, ob ihre Ladies.de Werbung zusätzlich per SAVO auf der Webseite des Betreibers / der Betreiberin, an ihrem aktuellen Tätigkeitsort,
      erscheinen soll oder nicht und dies auch jederzeit durch den eigenen Kundenbetreuer ändern lassen.

    Für den Betreiber / die Betreiberin:

    • Werbung für angebotene Dienstleistungen ist Sache der Sexarbeiter/innen.
      Der Betreiber / die Betreiberin kann dafür jedoch eine Platform zur Verfügung stellen.


Wichtiger Hinweis:

Unser Unternehmen leistet durch die Schaffung des Systems zur automatisierten Verlinkung autonomer Onlineauftritte einen wesentlichen Beitrag, dass Sexdienstleister/innen weiterhin als Selbstständige qualifiziert werden können. Durch die technische Entkoppelung zwischen Betreiber und den betreffenden Homepages der Sexarbeiter/innen könnte sich im Streitfall mit guten Argumenten darstellen lassen, dass es nicht mehr im Ermessen des Betreibers liegt, ob ein/e Sexarbeiter/in präsentiert wird oder nicht. Vielmehr wird sich hier argumentieren lassen, dass es der selbstbetimmten Autonomie der Dienstleister/innen überlassen bleibt, an welchen Etablissements sie sich zu welchen Zeiten aufschalten, um dort ihre Dienstleistungen zu erbringen.

Dennoch garantiert das von uns eingesetzte Verfahren (SAVO) zur Verlinkung der in den Räumlichkeiten der Betreiber tätigen Sexarbeiter/innen keine Rechtssicherheit.

Ansprüche auf Vollständigkeit, Richtigkeit, Beständigkeit gemäß ProstSchG, Steuerrecht und anderen damit verbundenen Gesetzen können nicht erhoben werden.